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Wie alt ist unser Dorf wirklich - die Antwort ist einfach: Keiner weiss es genau! Man geht davon aus, dass die Täler unserer Gegend im 7. oder 8. Jahrhundert nach Christus besiedelt wurden.
Jedenfalls wird Runzhausen am 11. Oktober 1334 erstmals in einer Urkunde erwähnt. Es war der "Ritter Kraft von Hohenfels", der für den Grafen von Hohenfels die jährlichen Abgaben des Dorfes empfing.
Weitere Nennungen unseres Dorfnamens treten im Synodalregister der Diözese Mainz auf, welches auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts datiert ist. Die damalige Schreibweise des Dorfnamens 'Ramizhusen' hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals geändert, da es bis Dato keine einheitliche Schreibweise und keine Rechtschreibreform gab.

1334 Ramizhusen
1400 Rontshusen
1407 Romtshusen
1407 Rontshusen
1431 Rometshusen
1434 Roniczhusen
1469 Ronitzhusen
1493 Ronxtzhusen
1499 Rumphhusen
1517 Romshusen
1524 Romptzhusen
1538 Rameshausen
1578 Rambshausen
1586 Rumptshusen
1591 Romptzhusen
1609 Romptzhausen
1626 Rumptshausen



Die heutige Schreibweise "Runzhausen" stammt aus dem Jahr 1857. Durch die damalige großherzogliche hessische Regierung wurde diese Schreibweise als allgemein gültig erklärt.

Das Runzhäuser Wappen ist aus dem Jahre 1859. Auf ihm ist ein Geweih und ein halbes Rad zu sehen. Die Geweihstange erinnert an eine Hirschjagd des Landgrafen von Hessen in der Runzhäuser Gemarkung. An dieser Jagd nahm auch ein Runzhäuser teil, welcher einen Hirsch zerlegte, den der Landgraf geschossen hatte. Nach dem damaligen Brauch bekam dieser Runzhäuser eine Geweihstange des Tieres. Sie befindet sich heute im Heimatmuseum Gladenbach. Im unteren Teil des Wappens ist ein halbes Wagenrad zu sehen. Es stammt vom Wappen der Erzbischhöfe von Mainz, die einst in Runzhausen (nähe Minzhausen) gehaust haben sollen.

 

In den letzten Jahrhunderten lebten die Runzhäuser in erster Linie von der Landwirtschaft und dem Bergbau. Letzterer war leider keine dauerhafte Einnahmequelle. So wird unter anderem aus den Jahren 1610 und 1730 berichtet, dass man den Betrieb der Gruben wieder aufnehmen wollte. Diese Versuche waren allerdings von kurzer Dauer.


Der erste Handwerkerbetrieb wurde im Jahr 1684 von einem Tiroler Gastarbeiter gegründet, der für den Aufbau nach dem 30-jährigen Krieg im Lande war und mehrere Maurer beschäftigte. Auch im Konsum war man innovativ - so entstand gegen Ende des 17. Jahrhundert die erste Schnapsbrennerei des Dorfes. Zwischen den Jahren 1882 und 1902 wurden erneut Kupfer- und Bleierze aus den Runzhäuser Gruben gefördert.

Die Dorfschule Runzhausen wurde zwischen 1648 und 1668 gegründet - eigentlich sehr spät - denn bereits in 1634 war die Schulpflicht eingeführt worden. Die Zeiten waren damals andere, denn bis ca. 1730 mussten die örtlichen Pfarrer die Lehrkräfte in ihrem Dienst bestätigen. Die Schüler zogen Klassenweise "durch die Häuser" und erst 1833 kaufte die Gemeinde ein Haus, das als Dorfschule umfunktioniert wurde. Diese "Alte Schule" wurde 1965 abgerissen, da vorher - im Jahre 1959 - die "Neue" erbaut wurde. Dort wurde bis 1966 unterrichtet. Seit 1976 kennen wir die enemalige neue Schule als Dorfgemeinschaftshaus.

Vier Jahre vorher - am 1. April 1972 - hatte Runzhausen seine Eigenständigkeit aufgegeben und wurde Stadtteil von Gladenbach, ehe die umliegenden Dörfer dies in 1974 durch die Gebietsreform auch wurden.

Im Jahr Jahr 1984 feierte unser Dorf sein 650-jähriges Bestehen im Rahmen eines Festwochenendes.

 

Quelle:
Zeitschrift des Heimat- und Museumsverein Amt Blankenstein e.V. - Sonderausgabe "650 Jahre Runzhausen"

 

                     © Runzhausen im September 2009 - Lukas Burk & Johannes Lang